So fing es an

Hessenweit

Gründung des Suchthilfeverbundes

Die Zahl der gefährdeten Menschen durch Suchtmittelkonsum wird nicht abnehmen. Vor allem im Bereich des Alkoholmissbrauchs und der -abhängigkeit verzeichnen wir eine hohe Zahl von Betroffenen.

Die finanziellen Mittel im Suchthilfesystem werden in Zukunft vermutlich eher abnehmen.

Deshalb stellten sich die Geschäftsführer und Direktoren der sieben Orts-Caritasverbände in Hessen 2005 die Frage: "Wollen und können wir uns die Suchthilfe in unseren Caritasverbänden weiterhin leisten und wie können wir es schaffen, diesem Klientel weiter auf dem bewährt qualitativ hohen Niveau Unterstützung anzubieten."

Diese Frage wurde im Herbst 2006 mit der Unterzeichnung eines Vertrags nach Zustimmung durch die drei Bischöfe der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz zur Gründung des Suchthilfeverbundes beantwortet.

In der Folge konnten durch den Verbund die ambulanten Einrichtungen in den Regionen stabilisiert werden, Angebote erhalten und weiter ausgebaut werden. Die stationären Einrichtungen konnten sich konsolidieren.

Im Januar 2007 wurde die Koordinatorenstelle mit Frau Ulrike Steffgen mit einem Beschäftigungsumfang von 50% besetzt. Als erste gemeinsame Veranstaltung wurde im März 2007 eine Startveranstaltung ausgerichtet.

Um nach einer vierjährigen Erprobungsphase Auswirkungen und Effizienz des entstehenden Suchthilfeverbundes bewerten zu können, wurde eine wissenschaftliche Begleitung installiert. Hierfür konnte Prof. Dr. H-J. Gehrmann von der Hochschule Darmstadt / Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit gewonnen werden.

Nach dem Erstbesuch aller Einrichtungen wurden in 2007 vier Arbeitskreise eingeführt, die sich viermal jährlich treffen, um Entwicklungen im jeweiligen Gebiet aufgrund rechtlicher Vorgaben und Anforderungen durch die Klientel zu diskutieren und Änderungen im Angebot zu erarbeiten.

2011 vereinbarten die Direktoren /-innen und Geschäftsführungen der sieben Caritasverbände die Fortführung des Suchthilfeverbundes.

Gleichzeitig wurde 2011 beschlossen, dass sich die Einrichtungen mit ihrem Angebot der Ambulanten Rehabilitation auf den Weg zur Einführung des Qualitätsmanagements machen. Das Ziel ist die Erreichung der Zertifizierungsreife. Ende 2014 werden die Direktoren über eine mögliche externe Zertifizierung entscheiden.

Neben den Vertretungen der Kreuzbund Diözesanverbände von Fulda, Limburg und Mainz und den Geschäftführern von Jugendberatung und -hilfe e.V. Frankfurt sind die Direktoren und Direktorinnen des Suchthilfeverbundes Mitglieder der CaritasLandesarbeitsgemeinschaft Sucht (C-LAG Sucht) innerhalb der Hessen Caritas. Aus ihren Reihen wird im Turnus von vier Jahren der Vorsitzende der C-LAG Sucht benannt und gewählt. In der zweimal jährlich stattfindenden Trägerversammlung werden anstehende politische Themen erörtert. Die Mitglieder des Vorstandes sind delegiert in den Vorstand der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen Frankfurt.

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