einfacher Einstieg

hilfreiche Begleitung

Lotsennetzwerk - Rhein-Main

In Allgemeinkrankenhäusern werden Menschen mit einer Zweitdiagnose Sucht aufgrund fehlender Ressourcen im Krankenhaus nicht auf die Problematik angesprochen und ins Hilfesystem vermittelt. Wir wissen aus unseren stationären Suchthilfeeinrichtungen, dass dort Patienten ankommen, die zwar in Krankenhäusern behandelt wurden, deren Abhängigkeit aber weder erkannt noch diagnostiziert wurde. Vielfach fehlt sowohl den Ärzten in den Praxen und Krankenhäusern die Zeit, sich dieser Klientel anzunehmen. Seitens der Betroffenen besteht - das gehört zum Krankheitsbild dazu - wenig Interesse, ihre Suchtproblematik offen anzusprechen. Im Gegenteil wird hier versucht die Situation zu vertuschen. Ein gebrochenes Bein, Auffälligkeiten bei Leberwerten, Depressionen sind hier nur einige der zu nennenden sichtbaren Erkrankungen. Weder Hausärzte noch Krankenhäuser haben hier bisher adäquate Angebote einer Zuleitung dieser Erkrankten ins Suchthilfesystem.

Hier gehen strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen in den Krankenhäusern und das Interesse seitens der Betroffenen "nicht erkannt" zu werden Hand in Hand.

Dadurch werden viele Chancen zur Beratung und Behandlung dieser Klientel vertan. Häufig wird ärztlicherseits das Abhängigkeitsproblem erst erkannt bzw. benannt, wenn bereits ernsthafte körperliche Schäden offensichtlich werden.

Hier will das Lotsennetzwerk ansetzen, um die Schnittstelle zwischen Krankenhäusern und Suchthilfesystem zu schließen.

Um Kontakt zu den Betroffenen zu bekommen, den sie annehmen können und gleichzeitig hilfreich ist, bieten Lotsinnen und Lotsen persönliche Gespräche bzw. ihre Unterstützung an. Diese Begleitungen sind Menschen aus Selbsthilfegruppen, die sich speziell für diese Tätigkeit haben schulen lassen. Mit ihrer eigenen Erfahrung, im Umgang mit einer Suchterkrankung und vorhandenen Hilfsangeboten, können Sie Betroffene in besonderer Weise erreichen und deren Weg erleichtern, selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

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Flyer-Lotsennetzwerk

Presse - Schulung 2016

Lotsennetzwerk wird ausgebaut

Die neue Koordinatorin